Journal · Reinheit

Polyphenole: Der unsichtbare Unterschied

Sie machen das Kratzen im Hals — und sind einer der wichtigsten Marker für die Qualität eines Öls. Was Polyphenole sind.

5 min Lesezeit

Wenn ein Olivenöl im Hals leicht kratzt und bitter schmeckt, dann sind dafür kleine Moleküle verantwortlich: Polyphenole. Es sind die natürlichen Antioxidantien der Olive — die Stoffe, mit denen sich die Frucht selbst schützt.

Im Öl tun sie zwei Dinge: Sie prägen den Geschmack, und sie machen das Öl haltbarer, weil sie es vor dem Ranzigwerden bewahren.

Woher sie kommen

Der Gehalt hängt an wenigen Entscheidungen: früh ernten, solange die Oliven noch grün sind, schnell pressen und das kalt. Jeder Tag, jede Wärme kostet Polyphenole.

Unsere beiden Öle zeigen, was das bedeutet: Nobile liegt bei 344 mg/kg, Intenso bei 697 mg/kg — letzteres ist eine ungewöhnlich dichte Pressung — die Coratina bringt von Natur aus mehr Polyphenole mit als die milde Dolce di Rossano.

Und die Gesundheit?

Polyphenole sind seit Langem Gegenstand der Ernährungsforschung. Gesundheitsbezogene Aussagen sind in der EU streng geregelt — und wir machen bewusst keine. Was wir belegen, ist eine Zahl im Labor, kein Versprechen.

Uns geht es zuerst um den Geschmack — die Dichte, das Kratzen, den Abgang. Alles Weitere überlassen wir der Forschung.

Der Brief vom Hügel

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