Es beginnt mit einem Geruch. Frisch gepresstes Öl, im Oktober, in einer Mühle in Kalabrien — grün, scharf, lebendig. Wer ihn einmal kennt, erkennt den Unterschied zu allem, was später im Supermarktregal steht.
Wir sind mit diesem Geruch aufgewachsen. Und irgendwann stellten wir fest, dass unsere Tochter ihn nicht kannte. Das Öl, das wir in Deutschland kauften, hatte mit dem Öl unserer Kindheit nichts mehr zu tun.
Der Name
Gaia ist der Name unserer Tochter. Es ist zugleich der alte Name für die Erde — den Boden, aus dem alles kommt. Terra di Gaia: die Erde der Gaia. Beides gemeint, beides wahr.
Wir wollten ein Öl, bei dem man schmeckt, woher es kommt. Kein Verschnitt aus drei Ländern, keine anonyme Abfüllung. Ein Hügel, eine Sorte, eine Familie, die mit dem Namen geradesteht.
Was das bedeutet
Unser Hain liegt bei Rossano, in der Provinz Cosenza. 412 Bäume, von Hand geerntet, kalt gepresst, ungefiltert in Schwarzglas abgefüllt. Wir machen rund 500 Liter im Jahr — nicht mehr, als der Hügel hergibt.
Das ist keine Geschäftsidee, die zufällig auf Olivenöl fiel. Es ist das Öl, das wir selbst essen. Und das, von dem wir wollen, dass Gaia es eines Tages weitergibt.