Olivenöl gehört zu den am häufigsten gefälschten Lebensmitteln der Welt. Gepanscht wird mit billigeren Pflanzenölen, mit minderwertiger Ware, die chemisch „desodoriert“ und damit geruchsneutral gemacht wurde — und dann als Spitzenqualität verkauft.
Man muss kein Sommelier sein, um sich zu schützen. Sechs Anhaltspunkte reichen weit.
Die sechs Zeichen
1. Der Preis. Echtes Extra Vergine aus Handarbeit kann nicht 4 Euro pro Liter kosten. Allein die Ernte kostet mehr.
2. Die Herkunft. „Mischung aus EU-Ländern“ ist ein Warnsignal. Je präziser die Angabe — Region, Hügel, Sorte —, desto besser.
3. Das Datum. Ernte- oder Abfülldatum statt nur Mindesthaltbarkeit. Öl ist ein Saft, kein Konservenprodukt.
4. Das Glas. Dunkelglas oder Dose. Licht ist der schnellste Feind des Öls.
5. Die Säure. Gutes Extra Vergine liegt deutlich unter dem gesetzlichen Grenzwert von 0,8 %. Seriöse Erzeuger nennen den Wert.
6. Der Geschmack. Fruchtig, bitter, ein Kratzen im Hals. Schmeckt es nach nichts, fehlt etwas.