Die großen Namen der italienischen Olive kommen aus der Toskana oder Apulien. Die Sorte, um die es hier geht, kommt aus keiner der beiden Regionen. Sie heißt Dolce di Rossano und wächst fast nur dort, wo wir zu Hause sind — in den Hügeln rund um Rossano, an der ionischen Küste Kalabriens.
„Dolce“, die Süße, heißt sie wegen ihres milden, runden Charakters. Es ist eine Sorte, die man außerhalb Kalabriens kaum findet.
Die Stimme des Nobile
Aus der Dolce di Rossano pressen wir unseren ausgewogenen, vielseitigen Nobile — sortenrein, ohne Verschnitt. Mild heißt dabei nicht leise: 344 mg/kg Polyphenole, laborbestätigt.
Sein kräftiges Gegenstück, der Intenso, entsteht aus einer zweiten Sorte: der früh und grün gelesenen Coratina. Derselbe Ort, zwei Sorten, zwei Handschriften.
Warum so selten?
Kalabrien war über Jahrzehnte die stille Olivenöl-Region Italiens — viel Menge, wenig Name, ein großer Teil ging anonym in den Verschnitt. Sorten wie die Dolce di Rossano blieben darum unter dem Radar.
Wir finden: zu Unrecht. Was hier wächst, hat eine eigene Stimme. Wir geben ihr nur die Flasche dazu.